FLUCHTURSACHEN ERKENNEN UND BENENNEN

Mit dem Projekt „Fluchtursachen und Perspektiven für Frieden und Entwicklung" möchte die MFH Bochum im Jahr 2o17 das Thema Fluchtursachen in den Fokus der entwicklungspolitischen Auseinandersetzung rücken. In Medien, Politik und Gesellschaft wird im Zusammenhang mit der Vermeidung von Flucht immer wieder über Fluchtursachenbekämpfung gesprochen, jedoch wenig auf die expliziten einzelnen Fluchtursachen diskutiert. Die Debatte um die jeweiligen Gründe zur Flucht ist jedoch essenziell für die Entwicklung von Empathie und Verstädnis für flüchtende Menschen sowie für eine Auseinandersetzung mit politischen Akteur*innen, die eben diese Ursachen in Zweifel ziehen.

Die geplanten Veranstaltungen sind eine Fachtagung zum Thema „Krieg und Frieden in Syrien - Perspektiven für Demokratie, Menschenrechte und Entwicklung?", ein Praxisworkshop „Zivilgesellschaftliches Engagement und Diaspora-Gemeinschaft" sowie eine Veranstaltungsreihe „Fluchtursachen verstehen".

Kontakt

Projektkoordination m.wenzel@mfh-bochum.de 0234 9041382

Länderspezifische Veranstaltungen

Im Rahmen einer länderspezifischen Veranstaltungsreihe sollen unterschiedlichste Fluchtursachen in den Blick genommen werden. Denn die Gründe für Flucht sind vielfältig. Sie reichen von Krieg, über Hunger, Politischer Verfolgung bis zu den Folgen des Klimawandels.  In Einzelveranstaltungen beschäftigen wir uns deshalb mit den jeweiligen Fluchtursachen für fünf Länder außerhalb der Europäischen Union und veröffentlichen mit mehrsprachigen Factsheets Hintergründe zur Situation:

  • in Guinea,
  • im Kongo,
  • im Iran,
  • in Somalia,
  • in der Türkei und
  • in Bangladesch.

Am 16. September 2017 fand außerdem die Fachtagung Krieg und Frieden in Syrien - Perspektiven für Frieden und Entwicklung statt.

ZIELGRUPPE

Das Projekt richtet sich an die regionale Fachöffentlichkeit und möchte insbesondere geflüchtete Menschen, Mitglieder von Selbstorganisationen und Exilgruppen sowie Engagierte in der Flüchtlingshilfe und in der Menschenrechts- und Eine-Welt Arbeit ansprechen. Zu allen Veranstaltungen ist die zudem die Erstellung von begleitenden Informations- und Bildungsmaterialien geplant, die über den Kreis der TeilnehmerInnen der Veranstaltungen hinaus für die bundesweite entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit genutzt werden können und zum Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Ziel des Projektes

Ziel des Projektes ist, Interessierte, aber auch bisher nicht informierte Öffentlichkeit nachhaltig über Fluchtursachen aufzuklären. Außerdem möchte die Medizinische Flüchtlingshilfe mit Hilfe des Projektes über Globale Zusammenhänge für Flucht und Migration informieren.

Fördermittelgeber*innen

Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützungdes Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst. Die Fachtagung „Krieg und Frieden in Syrien - Perspektiven für Demokratie, Menschenrechte und Entwicklung?“ wird außerdem durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Der Praxisworkshop „Zivilgesellschaftliches Engagement und Diaspora-Gemeinschaft“ wird zusätzlich gefördert durch Interkultur Ruhr.

Warum fliehen die Menschen?

Was zwingt Menschen dazu, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen? Hier finden Sie die Factsheets zu den jeweiligen Landesschwerpunkten des Fluchtursachenprojektes.

Factsheet Guinea

Factsheet Kongo

Factsheet Bangladesch

Factsheet Rojava 

Factsheet Iran

Fachtagung "Krieg und Frieden in Syrien - Perspektiven für Frieden und Entwicklung"

Hier finden Sie den Fachtagungsband für die Syrienkonferenz des Fluchtursachenprojektes, die am 16. September 2017 im Bahnhof Langendreer in Bochum stattfand. Es referierten Anwar al Bunni (Menschenrechtsanwalt), Hussein Ghrer (Initiative vom Flüchtling zum Bürger und zur Bürgerin), Birgit Naujoks (Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW), Bianca Schmolze (Menschenrechtsreferentin der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V.) und Jochen Hippler (Institut für Entwicklung und Frieden der Universität Duisburg-Essen). Die gedruckte Version des Fachtagungsbandes ist erhältlich bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V. gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro.

MFH-Fachtagungsband-Syrienkonferenz