MFH Bochum

Das Projekt

Traumatisierungsketten durchbrechen – Handlungsunsicherheiten überwinden – Schutzsysteme stärken

Nicht wenige Asylsuchende haben vor, während und/oder nach ihrer Flucht nach Deutschland traumatische Erfahrungen durchlebt, weshalb eine professionelle Betreuung notwendig ist, um eine Aneinanderreihung dieser verschiedenen traumatischen Erfahrungen (sog. Traumatisierungsketten) durchbrechen zu können.

Das Projekt soll unter anderem Schutzsysteme für traumatisierte Asylsuchende stärken. Dafür ist es notwendig, dass Zugänge zu psychosozialen Betreuungseinrichtungen erleichtert werden und weitere Handlungsunsicherheiten seitens der Behandelnden überwunden werden können. Zudem sollen bestehende Behandlungsstrukturen ausgebaut und weiter professionalisiert werden.

Die Ziele des Projektes werden auf drei Ebenen verfolgt: dem Aufnahmesystem, dem Schutzsystem und dem Gesundheitssystem

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Die MFH kooperiert hierbei auf der Ebene des Aufnahmesystems, explizit dem Bereich der aufsuchenden Arbeit/mobilen Hilfe:

Im Aufnahmesystem, d.h. auf der Ebene des Ankommens und der Orientierung in Deutschland während und nach dem Asylverfahren, soll die Früherkennung von psychisch erkrankten und/oder traumatisierten Personen verbessert werden. Betroffene Menschen sollen direkt über mögliche Behandlungen und Betreuungsangebote informiert und aufgeklärt werden.

Dazu gehört zum einen das Erstellen und Veröffentlichen vier sogenannter partizipativer Videos, womit über Thematiken wie „Was ist Therapie?“ oder auch „Was sind meine Rechte?“ aufgeklärt werden soll. Hierzu laden wir betroffene Menschen sowie Interessierte herzlichst ein, die Videos mitzugestalten. Nähere Informationen können Sie unter den angegebenen Kontaktdaten erfragen. Zum anderen soll die mobile Beratung in Unterkünften weiterentwickelt werden. Der Prozess un-terliegt dem Konzept der formativen Evaluation (plan, do, check, act) und setzt sich aus mehreren sog. mobilen Beratungseinsätzen zusammen.

Ziel des Projektes ist es, die Projektmaßnahmen innerhalb der Systeme sowie systemübergreifend miteinander zu vernetzen und ein bereichsübergreifendes Konzept zur Versorgung vulnerabler Asylsuchender zu erstellen. Nicht zuletzt soll damit ein Beitrag zur Verbesserung der Qualität, Effektivität und Effizienz des Gesundheitswesens hinsichtlich der Rehabilitation von Folteropfern und traumatisierten Asylsuchenden geleistet werden.

 

Projektlaufzeit: 01. Juli 2018 - 30. Juni 2020

Projektpartner*innen:

  • BAfF - Bundesweiste Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
  • IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e.V. (Oldenburg)
  • KOMMMIT e.V. (Brandenburg)
  • MFH Bochum – Medizinische Flüchtlingshilfe e.V.
  • NFTN – Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V. (Hannover)
  • PSZ Düsseldorf – Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge
  • PSZ Sachsen-Anhalt – Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten Sachsen-Anhalt
  • REFUGIO Bremen – Psychosoziales Zentrum für ausländische Flüchtlinge e.V.
  • REFUGIO München – Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.
  • Refugio Stuttgart – Psychosoziales Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge e.V.
  • refugio thüringen – Psychosoziales Zentrum für Flüchtlinge e.V.
  • Zentrum Überleben gGmbH (Berlin)

 

Dieses Projekt wird gefördert druch: