MFH Bochum

Papiere jetzt!

 20.06.2001

Presseerklärung
Mittwoch, 20.06.2001

Papiere jetzt!
Konferenz der Flüchtlingsgruppen, -organisationen und -initiativen zur Legalisierung von „Sans Papiers“
Samstag, 23. Juni, 9.00 Uhr – 17.00 Uhr, Bochum, Bahnhof Langendreer

Am Samstag, dem 23. Juni, werden zahlreiche VertreterInnen von Flüchtlingsgruppen und Menschenrechtsorganisation aus ganz Deutschland im Bahnhof Langendreer in Bochum erwartet.
Auf Einladung u. a. der Medizinischen Flüchtlingshilfe wird sich die Konferenz mit der Situation von Menschen beschäftigen, die illegalisiert, d.h. ohne gültige Aufenthalts-Papiere, bei uns leben. Schätzungen gehen davon aus, dass es sich hierbei um mehrere Hunderttausend bis zu einer Million Menschen handelt.
Menschen ohne Papiere, werden wie Kriminelle behandelt, leben jedoch oftmals schon seit vielen Jahren unbescholten in der Bundesrepublik. Ohne jeden rechtlichen Schutz sind sie ihrerseits völlig machtlos gegenüber Kriminalität, Ausbeutung, Armut und Krankheit. Die Medizische Flüchtlingshilfe bietet seit Jahren ärztliche Versorgung u.a. für diese sogenannten „Illegalen“ an.

Legalisierungsprogramme

In den vergangenen Jahren haben Aktionsprogramme in den Ländern Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland in unterschiedlichem Ausmaß Wege zum legalen Aufenthalt von Migrantinnen und Migranten eröffnet. In der Bundesrepublik Deutschland ist es bisher nicht zu einer öffentlichen Diskussion um derartige Legalisierungsprogramme gekommen. Dies soll sich nach Ansicht der VeranstalterInnen ändern.

Internationale Gäste

Zu Beginn der Konferenz werden zunächst Gäste aus Belgien, Frankreich, Italien und Spanien über die dortigen Erfahrungen mit Legalisierungsmaßnahmen berichten. Anschließend wird in Arbeitsgruppen über einen Forderungskatalog für die bundesdeutsche Situation und Aktionsvorschläge zur Realisierung einer Amnestie beraten.

Stadt Bochum begrüßt Konferenz

Die Begrüßung für die Stadt Bochum übernimmt Bürgermeisterin Gabriele Riedl.
Die Moderation der Konferenz übernimmt der Bochumer Arzt Knut Rauchfuss, Medizinische Flüchtlingshilfe.

Zu Ihrer weiteren Unterrichtung über die Tagung können wir Ihnen zur Verfügung stellen:
– einen Ablaufplan für die Tagung
– einen Entwurf für den Forderungskatalog
– eine kurze Vorstellung der internationalen Gäste und ihrer Organisationen
– eine Liste der Unterstutzerinnen der Tagung
– eine Wegbeschreibung
Über das Büro der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke kann kostenlos eine Studie (56 Seiten) zum Thema „Sans Papiers in Deutschland – Vorschläge für ihre Legalisierung“ angefordert werden: Fax. 030-22776793 / Tel. 030-22775815

Diese und weitere Materialien sind im Internet zu finden:
http://www.bo-alternativ.de/papiere-jetzt

Für Nachfragen erreichen Sie Knut Rauchfuss unter 0177-8127375 oder 0201-7995-1165

Christian Cleusters

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