MFH Bochum

Stellenausschreibung

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. sucht für den Arbeitsbereich „Flüchtlingssozialdienst im Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg“ in Bochum zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Projektmitarbeiter*in

Sozialarbeiter*in/ Sozialpädagog*in/ Sozialpsycholog*in/ Psycholog*in oder gleichwertiger Hochschulabschluss

mit folgenden Fähigkeiten bzw. Erfahrungen:

  • Abgeschlossenes Studium (BA/MA)
  • Zusatzausbildung in psychosozialen Gesprächspraktiken
  • Berufserfahrung in der psychosozialen und/oder Verfahrensberatung für Geflüchtete und Migrant*innen
  • Interkulturelle Kompetenz im Umgang mit erwachsenen u. jugendlichen Klient*Innen
  • Sehr gute Kenntnisse in AufenthG, AsylbLG, Sozialgesetzgebung
  • Erfahrung in der Falldokumentation
  • Gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit
  • Belastbarkeit, Konfliktfähigkeit, Mediations- und Kommunikationskompetenz
  • Koordinatorische Fähigkeiten, Zeitmanagement,
  • Möglichst zwei der folgenden Sprachen: Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch, Serbokroatisch, Türkisch (mindestens B 2)
  • gute EDV-Kenntnisse (Office-Anwendungen)

 

Für die Arbeitsschwerpunkte:

  • Unterstützung bei der Etablierung und Weiterentwicklung eines zielgruppenübergreifenden Konzepts zur Erkennung besonderer Schutzbedürftigkeit
  • Aufnahme-, Erstgespräche und Case Management (Dolmetschergestützt)
  • Erstellen von Stellungnahmen zur Dokumentation des Schutzbedarfs
  • Verfahrensberatung von Flüchtlingen, konkrete Hilfestellung bei Asylverfahren bzw. Asylfolgeanträgen
  • Beratung zur Aufenthaltssicherung
  • Beratung bei sozialen, psychischen, gesundheitlichen und persönlichen Problemen
  • Auskünfte über Schul- und Bildungssystem, Sozialgesetzgebung, deutsche Rechtsordnung
  • Zusammenarbeit mit Rechtsanwält*innen, Ehrenamtlichen Unterstützer*innen etc.
  • Begleitung von Klient*innen etwa bei Amtsterminen
  • Zusammenarbeit im dem medizinischen, therapeutischen und sozialarbeiterischen Team Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg“
  • Unterstützung bei dem Aufbau von lokalen, ggf. landesweiten Kooperations- und Netzwerkstrukturen
  • Regelmäßige Zusammenarbeit und enger Austausch mit den Projektreferentinnen und dem Evaluationsteam
  • Inhaltliche Zuarbeit bei Förderanträgen und Sachberichten
  • Öffentlichkeitsarbeit für den Arbeitsbereich

Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.10.2022. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Wir bieten:

  • eine projektgebundene Vollzeilzeitstelle (40 Wochenstunden),  Teilzeit (20 Wochenstunden) möglich
  • Einarbeitung zu besonderen Schutzbedarfen bei der Aufnahme Geflüchteter
  • Supervision durch die Projektreferentinnen
  • Fortbildung in den o. g. Qualifikationsbereichen
  • Individuelle Einzelfallsupervision
  • Intervision mit den anderen Mitarbeitenden in der Pilotierung
  • Mitarbeit in einem deutschlandweit einzigartigen Modellprojekt zur Identifizierung besonders Schutzbedürftiger (Siehe unten)

Wir wünschen uns eine fachlich versierte Person, die engagiert ist, den Konflikt mit politischen und bürokratischen Entscheidungsträgern nicht scheut, über Kreativität, Witz und Beharrlichkeit verfügt und zur Mitarbeit in einem interkulturellen und interdisziplinären Team bereit ist.
Wenn Sie überzeugt sind, Ihre Kompetenzen im Kampf für Menschenrechte, gegen rassistische Sondergesetze für Flüchtlinge und in Form radikaler Parteinahme für die Überlebenden von Folter und Krieg einsetzen zu wollen, schreiben Sie uns!

Die MFH ist eine sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation und als Therapiezentrum Mitglied des International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT), der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer sowie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Wir sind vom Land NRW als Psychosoziales Zentrum anerkannt. Informationen über die Arbeit der MFH finden Sie unter www.mfh-bochum.de. Rückfragen richten Sie bitten an v.zarges@mfh-bochum.de mit dem Betreff „Sozialdienst-Stelle“.

Bitte senden Sie uns Ihre aussagefähigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Motivationsschreiben, Lebenslauf, relevante Zeugnisse) bis zum 30. September 2021, bevorzugt per E-mail an v.zarges@mfh-bochum.de

Das Projekt:

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
(BAfF e.V.) entwickelt in Kooperation mit der Rosa Strippe e.V. erstmals ein
zielgruppenübergreifendes Konzept zur Erkennung besonders schutzbedürftiger Geflüchteter in
Erstaufnahmeeinrichtungen. In Kooperation mit Fachverbänden entsteht eine Erstversion des
Konzepts, welches dann in Aufnahmeeinrichtungen und Beratungsstellen eine Pilotierung und
begleitende Evaluation durchläuft. In NRW wird die Pilotierungsphase unter anderem in der MFH- Bochum durchgeführt.
Im Anschluss soll das Konzept den entsprechenden Einrichtungen bundesweit zur Verfügung stehen. Die zentrale Zielsetzung der Projektmaßnahmen
ist es, besondere Schutzbedürftigkeit(en) Geflüchteter zu einem möglichst frühen Zeitpunkt im
Aufnahmeprozess zu erkennen. Nur so können vulnerable Asylsuchende die nötige Versorgung
sowie Unterstützung erhalten, um ihre Schutzrechte zu verwirklichen. Das
zielgruppenübergreifende Konzept kann außerdem den Bundesländern als Tool bei der
Weiterentwicklung und Implementierung geeigneter Gewaltschutzmaßnahmen im Sinne der EU-
Aufnahmerichtlinie dienen.

Weitere Informationen zum BeSafe-Projekt finden Sie unter http://www.baff-zentren.org/besafe/

Das Projekt wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in
Flüchtlingsunterkünften“ gefördert. Weitere Informationen unter https://www.gewaltschutz-
gu.de/

Der Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Datenschutz:

Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen geben Sie uns die Einwilligung, Ihre von Ihnen übersendeten personenbezogenen Daten zum Zweck der Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu verarbeiten (vgl. Art. 6 DSGVO).

Sechs Monate nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens werden Ihre elektronisch übermittelten Daten gelöscht, es sei denn, sie werden zum Zweck der Anstellung weiter benötigt.