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Schützen wir das Völkerrecht!

  • 2 Minuten Lesezeit

MFH ruft auf zur Demonstration gegen die US-Aggressionen und das Schweigen der Bundesregierung

Aktualisierung vom 08.01.2026:

Hunderte Menschen protestierten in Bochum gegen Trumps Imperialismus. Am Freitag soll auch in Berlin demonstriert werden.
Unter dem Motto „Schützen wir das Völkerrecht“ haben am frühen Mittwochabend mehrere hundert Menschen in Bochum gegen die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär demonstriert. […]“
https://taz.de/Angriff-auf-Venezuela/!6143792

Originale Meldung:

Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen der Zivilgesellschaft und politischen Parteien ruft die Medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) zu einer Demonstration auf, die am Mittwoch, dem 07. Januar 2026, um 17 Uhr, vor dem Bochumer Hauptbahnhof startet.

Anlass ist der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und die Entführung des amtierenden Präsidenten und seiner Ehefrau. Obgleich der venezolanische Präsident ebenfalls eine Reihe von Menschenrechtsverstößen zu verantworten hat, stellen seine Entführung, die Bombardierung des Landes und das gewaltsame Eindringen in einen souveränen Staat schwere Verstöße gegen die UN-Charta dar.

Doch nicht nur gegen diese aggressive Verletzung des Völkerrechts richtet sich die Demonstration. „Die imperiale Gutsherrenart, mit der die rechtsradikale Regierung der USA meint, sich weltweit über Recht und Gesetz hinwegsetzen zu können, darf nicht widerstandslos hingenommen werden“, sagt Knut Rauchfuss, geschäftsführender Vorstand der MFH. „Wer das duldet, wird zum Komplizen einer neuen und zugleich uralten Weltordnung, in der Völkerrechtsbrüche wieder der Normalzustand sind und Menschenrechte nach Belieben mit den Füßen getreten werden. Wir sehen diese Etablierung von Rechtsbrüchen auch in der pogromartigen Innenpolitik der US-Regierung.“

Die MFH ist tief besorgt über die verbrecherische Innen- und Außenpolitik der USA und zugleich über das unüberhörbare Schweigen der Bundesregierung. „Man kann nicht einerseits den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilen und gleichzeitig wegsehen, wenn die USA nach demselben Muster agieren. Wer das tut, hat nicht nur jede Glaubwürdigkeit verspielt, sondern hat auch keine Antwort mehr, wenn Grönland oder Taiwan besetzt werden“, so Rauchfuss weiter. Die MFH wendet sich seit ihrem Bestehen gegen völkerrechtswidrige Angriffskriege und steht an der Seite der Zivilbevölkerungen, die stets die Leittragenden von Krieg und Vernichtung sind. Die Menschen die weltweit vor Kriegen und Unterdrückung flüchten müssen, sind diejenigen, die täglich unser Therapiezentrum aufsuchen um Unterstützung zu erhalten. Die Verteidigung ihrer Rechte hier, sowie der Schutz des Rechtes nicht fliehen zu müssen, sind zentrale Anker der Arbeit der MFH. Wir rufen daher dazu auf, sich zahlreich an der Demonstration am Mittwoch zu beteiligen.

Illustration: Quino