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IP-Training

Programm

 

(Querformat empfohlen)

Uhrzeit

Thema

Referent:innen

09.00-09.30

Einführung und Begrüßung

Rainer Becker

09.30-10.45

Vorstellung und Einführung in das Istanbul-Protokoll / Vorstellung ExTo

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı
und Dr. Mechtild Wenk-Ansohn und Sabrina Hackmann

11.15-12.15

Herausforderungen aktuell in der Arbeit mit dem IP (Gruppenarbeit)

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı
und Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

13.15-15.15

Rechtliche Grundlagen

– Internationale Standards

– Aufenthaltsrechtliche Verfahren

– Die Rolle von ärztl./psych. Gutachten

Bianca Schmolze

Sarah Benscheidt

Claudia Theilig

15.45-17.45

Ethische und Transkulturelle Aspekte in der Begutachtung

– Ethische Konflikte und Grundlagen

– Einsatz von Dolmetscher:innen

PH Dr. med Felix Mayer

Dipl.-Psych. Rainer Becker

17.45-18.00

Ausblick auf Donnerstag

 

Ab 19.00

Optional: „Get Together“ in entspannter Runde in der Quartiershalle

 

09.10-10.10

Foltermethoden und körperliche Spuren

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı und PH Dr. med Felix Mayer

10.10-10.30

Charakteristika von Selbstverletzung

PH Dr. med Felix Mayer

10.50-11.35

Folterspuren- psychische Traumafolgen und Differentialdiagnostik

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

11.35-11.55

Rechtliche Grundlagen gutachterlicher Tätigkeit

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

11.55-12.10

Fragen und Diskussion

 

12.10-13.00

Transkulturelle Aspekte in der Begutachtung

Veronika Wolf

14.30-14.55

Anamnese

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı

14.55-15.30

Vorstellung der Fallbeispiele

Prof. Dr. Sebnem Korur Financi und PH Dr. med Felix Mayer

15.45-17.15

in den einzelnen Gruppen

Körperliche Folterfolgen

(physical evaluation group)

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı und PH Dr. med Felix Mayer

Psychische Folterfolgen

(psychological evaluation group)

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

Vertiefung in internationales Recht

(law group)

Doc. Dr. Zeynep Kıvılcım

17.15-17.45

Zusammentragen der Ergebnisse und Ausblick auf Freitag

 

20.00

Optional: „Stimmen  des  Orients  –  Geschichten  in  Musik“, kostenfreies Konzert im Anneliese Brost Musikforum

 

09.15-09.45

Begutachtung von Folterfolgen auf Grundlage des Istanbul-Protokolls

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı

09.45-10.15

Dokumentation und Beurteilung von Verletzungen nach rechtsmedizinischem Standard

Dr. med Felix Mayer

10.15-10.45

Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen nach SBPM

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

11.15-12.45

Untersuchung und Beurteilung psychischer Folterfolgen

(physical Evaluation group)

 

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı  und Dr. med Felix Mayer

Untersuchung und Beurteilung psychischer Folterfolgen (psychological evaluation group)

 

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

Folterüberlebende im Asylverfahren (Law Group)

Tom Siebertz

14.15-15.45

Abfassung ärztlicher Stellungnahmen und Gutachten (physical Evaluation group)

 

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı und Dr. med Felix Mayer

Abfassung psychologischer Gutachten (psychological evaluation group)

 

Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

und Eike Leidgens

Folter vor Gericht und im Verwaltungsverfahren

Tom Siebertz

16.00-16.45

Zusammentragen der Ergebnisse

 

16.45-17.00

Ausblick auf Samstag

 

09.15-10.45

Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Gutachtenprozess

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı, Eike Leidgens und Dr. Mechtild Wenk-Ansohn

11.15-12.00

Zusammentragen der Ergebnisse

 

13.00-13.45

Abschlussdiskussion zur Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit

 

13.45-14.30

Diskussion: Implementierung von Versorgungsstrukturen für Folterüberlebende und Durchsetzung des IP in Deutschland – Erfahrungen aus dem ExTo-Projekt

Prof. Dr. Şebnem Korur Fincancı, Dr. Mechtild Wenk-Ansohn, Carina Heyde und Sabrina Hackmann

14.45-15.00

Auswertung des Trainings und Abschlussrunde

 

15.00-15.15

Ausgabe Teilnahmezertifikate

 

Über die Fortbildung

Hintergrund 
Die Mehrheit der nach Deutschland Geflüchteten hat potenziell traumatisierende Ereignisse wie Krieg, Verfolgung oder Folter in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht erlebt. Ca. 30 Prozent der Geflüchteten entwickeln in der Folge ihrer Erlebnisse eine behandlungsbedürftige Traumafolgestörung. Vieles kann von der ärztlichen und psychologischen Dokumentation ihrer Folter-spuren abhängen, mit der die Betroffenen im Asylverfahren beweisen können, dass sie Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung erfahren haben und damit als besonders schutzbedürftig einzustufen sind. Auch entscheidet die Qualität der Dokumentation darüber, ob die Beweisführung auch Jahre später vor Gericht standhält, um die  Täter:innen für die begangenen Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.

Inhalt
Das Istanbul-Protokoll bietet Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und Jurist:innen eine wichtige Handreichung zur umfassenden interdisziplinären Begutachtung von Folterspuren. Mit Fachvorträgen, Falldiskussionen und anhand praktischer anwendungsorientierter Übungen werden den Teilnehmer:innen des Expert:innentrainings die Standards zur systematischen und effektiven Identifizierung und gerichtsfesten Dokumentation in Fällen von Folter nahegebracht. Besondere Berücksichtigung finden dabei auch die „Standards zur Begutachtung psychisch reaktiver Trauma-Folgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren“ (SBPM). Vorträge, Arbeitseinheiten und Materialien des Expert:innentrainings sind teilweise in englischer Sprache mit konsekutiver Übersetzung ins Deutsche.

Zielgruppe
Die Fortbildung ist interdisziplinär ausgerichtet und richtet sich an:

  • Ärzt:innen (insbesondere Rechtsmediziner:innen, Psychiater:innen, Psychosomatiker:innen)
  • Psychotherapeut:innen
  • Anwält:innen
  • Richter:innen
  • Sozialarbeiter:innen

und Mitarbeitende von Flüchtlingshilfe- und Menschenrechtsorganisationen,
welche sich im Bereich der Dokumentation von Folter fortbilden möchten.

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 550,00 € (Normalpreis) bzw. 400,00 € (Organisationen im ExTo-Projekt) 

Inkludiert sind die Teilnahme am gesamten Programm, Arbeitsmaterialien, Kaffeebar, Catering und Mittagessen (vegane Option vorhanden)