Syrien: Die verratene Revolution - Ein Augenzeuge berichtet

2012-11-27 - 2012-11-28

„Plötzlich ist ein Schwarm schwarzer Vögel am Himmel zu sehen. Dieses Mal ist die Explosion deutlich heftiger als sonst. Ein Luftangriff, wieder einmal. Aus einer nahegelegenen Straße steigt eine Rauchsäule auf. Weitere Explosionen folgen, in wohl einem Kilometer Entfernung, mitten in einem Wohngebiet, fern von militärischen Zielen“, berichtete Gabriele del Grande Anfang Oktober aus der umkämpften syrischen Stadt Aleppo. Auch in anderen syrischen Städten, sowie in Flüchtlingslagern auf der türkischen Seite der Grenze verfolgte del Grande in den letzten Wochen und Monaten das Kriegsgeschehen und seine Folgen vor Ort. „Sie kommen aus Rastan, Jabal Akrad, Homs, Hama, Aleppo und sogar aus Damaskus. Es sind vor allem Frauen und Kinder. Sie entkamen den Fliegerbomben, die auf Zivilisten abgeworfen wurden, den vom Regime verübten Massakern in den aufständischen Gebieten oder Gefechten zwischen regulären Soldaten und Rebellen“, fasst der Journalist seine Eindrücke zusammen.

 


Während es in Deutschland noch immer schwer ist, an zuverlässige Informationen aus den umkämpften Regionen zu gelangen, interviewte der italienische Aktivist KämpferInnen aus unterschiedlichen Gruppierungen, von der freien syrischen Armee bis hin zu den islamistischen Söldnern der Mujaheddin, und erfragte deren Beweggründe und Motive.


Im Rahmen ihrer Menschenrechtsarbeit unterstützt die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum die gewaltfreie demokratische Bewegung in Syrien, die immer stärker Gefahr läuft, zwischen den Fronten zerrieben zu werden.
Auf Einladung der Medizinischen Flüchtlingshilfe trägt del Grande seine aktuellen Eindrücke als Augenzeuge in der Bochumer Christuskirche vor.



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