Über uns

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) ist eine nicht-religiöse und politisch unabhängige Menschenrechtsorganisation und widmet sich seit ihrer Gründung 1997 der Bereitstellung von medizinischer und psychosozialer Betreuung für Überlebende von Folter und anderen schweren Menschenrechtsverletzungen, die als Flüchtlinge hier in Deutschland leben. Diese Arbeit erfordert einen interdisziplinären Ansatz, der von klinischer Medizin über Psychotherapie bis zur Sozialarbeit reicht, sowie juristische Hilfestellung und die Förderung von Menschenrechten umfasst.

Dieser integrierte Ansatz erlaubt es der MFH, ihre Klienten und KlientInnen ganzheitlich zu betreuen und Überlebende entsprechend der Gesamtheit ihrer Belange zu unterstützen. Dazu stellt die MFH spezielle Angebote zur Versorgung von Frauen, Männern, Kindern, Familien und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bereit.

Seit nunmehr 10 Jahren unterhält die MFH ein Trauma-Therapiezentrum und ist seit ihrer Akkreditierung 2008 als eines von drei deutschen Zentren beim Internationalen Dachverband der Therapiezentren für Folterüberlebende (IRCT) auch international als Therapiezentrum anerkannt.

Unsere psychosoziale Arbeit mit Überlebenden von schweren Menschenrechtsverletzungen unter den Flüchtlingen zeigte, dass in zahlreichen Fällen die fortdauernde Straflosigkeit schwerer Menschenrechtsverletzungen in den Herkunftsländern den therapeutischen Prozess negativ beeinflusste. Wir erkannten Straflosigkeit als ein wichtiges Hindernis für die erfolgreiche Bearbeitung traumatischer Erfahrungen bzw. als Grundlage einer Re-Traumatisierung. Daher wird die unmittelbare psychosoziale Arbeit seit 2001 ergänzt durch den Arbeitsbereich „Gerechtigkeit heilt“, der sich dem internationalen Kampf gegen die Straflosigkeit schwerer Menschenrechtsverbrechen widmet, um so nachhaltig zur Rehabilitation Überlebender von Folter, Gewalt und Krieg beizutragen.