11.05.2017

Das Unrecht in der Türkei eskaliert weiter

MFH fordert von Bundesanwaltschaft Ermittlungen und strafrechtliche Verfolgung des Präsidenten Erdoğan wegen Verbrechen gegen die Menschheit und Kriegsverbrechen

Sebnem Korur Fincanci, Raci Bilici, Serdar Küni, Eren Keskin: Vier Namen, die für die derzeitigen unrechtmäßigen Verfahren und Inhaftierungen in der Türkei stehen. In den vergangenen Wochen fanden wieder zahlreiche Verfahren statt. Sie zeigen nicht nur, dass während des verhängten Ausnahmezustandes die ethischen Standards der Medizin auf dem Spiel stehen, sondern dass das Regime vor allem kritische MenschenrechtsverteidigerInnen, JournalistInnen, AkdademikerInnen und PolitikerInnen ins Visier nimmt. Wir fassen mit Hilfe von Informationen der Menschenrechtsstiftung der Türkei (TIHV) die Gerichtsverfahren zusammen.

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25.04.2016

MFH fordert Anerkennung des Völkermords an den Armeniern

Bundeskanzlerin Merkel befand sich am Samstag, den 25. April, auf kurzem Staatsbesuch in der Türkei. Ziel war der Besuch der türkisch-syrischen Grenze und die Überprüfung der Frage, wie die türkische Regierung das EU-Abkommen zu Flüchtlingen umsetzt. Dabei wurden schwierige Themen, wie die repressive Politik des türkischen Staates gegenüber kritischen JournalistInnen oder die gewaltsamen Angriffe auf Kurden im Osten des Landes, außer Acht gelassen, um Erdogan nicht zu verärgern und seine Partnerschaft nicht zu riskieren. „Erstklassige Arbeit“ bescheinigt Merkel der türkischen Regierung und ignoriert dabei die zahlreichen internationalen Berichte von Menschenrechtsorganisationen, die rechtswidrige Abschiebungen und miserable Bedingungen in den Flüchtlingslagern anprangern.

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04.04.2016

Rassismus & Sexismus: Interventionen

06. April 2016; 19.00 Uhr
Bahnhof Langendreer
Raum: Halle

Sexualisierte Gewalt und Frauenrechte werden instrumentalisiert um Rassismus zu schüren, rassistische Bilder zu bedienen und das Asylrecht weiter zu verschärfen. Gleichzeitig erleben geflüchtete Frauen alltäglich massiv das Zusammenwirken von Rassismus und Sexismus. Wie können antirassistisch-feministische Interventionen dagegen aussehen?
Mit Emine Aslan (Aktivistin u. Bloggerin), Hengameh Yaghoobifarah (Bloggerin, Missy Magazine-Redakteurin, freie Autorin u.a. für taz): Mitverfasserinnen von #ausnahmslos sowie eine Aktivistin von Women in Exile.

Veranstaltet vom Bahnhof Langendreer, Feminismus im Pott und der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum

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08.03.2016

MFH fordert Öffnung der Balkanroute und verurteilt Verhandlungen mit der Türkei

Seit gestern, dem 7. März 2016 verhandeln die EU Regierungschefs auf einem Krisengipfel neue Schritte zur weiteren Abschottung der Festung Europa und Begrenzung der Flüchtlingszahlen. Währenddessen stecken Zehntausende Flüchtlinge an der mazedonisch-griechischen Grenze fest. Die EU Regierungen riskieren dort eine humanitäre Katastrophe, doch das vorrangige Interesse des Krisengipfels ist die weitere Abschottung und nicht der Schutz dieser Menschen, die vor Krieg und Elend geflohen sind und nun erneut leiden müssen.

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