17.07.2017

Gerechtigkeit darf diplomatischen Erwägungen nicht untergeordnet werden

Internationaler Tag für Gerechtigkeit: MFH fordert Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen in Syrien und der Türkei.

Am 17. Juli 1998 verabschiedete die internationale Gemeinschaft in Rom das Statut und die Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, vor dem Fälle von Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit strafrechtlich verfolgt werden. Doch viele Staaten haben das Rom Statut bis heute nicht unterzeichnet und bis heute haben insgesamt 124 Mitgliedsstaaten das Rom Statut ratifiziert. Deutschland hat dies 2002 mit der Verabschiedung des Völkerstrafgesetzbuches getan.

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30.06.2017

Gerechtigkeit für die Überlebenden von Colonia Dignidad

Nach langem Vorlauf ist es endlich soweit. Gestern stimmte der Bundestag mehrheitlich dafür, sich endlich der Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen in der chilenischen Sekte Colonia Dignidad
zu widmen. Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. hatte zuvor Bundestagsabgeordnete aufgefordert, dem Entschließungsantrag für eine Aufarbeitung der Verbrechen und einem Hilfsfond für die Überlebenden und Angehörigen zuzustimmen.

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19.08.2016

Gedächtnis und Gerechtigkeit

Ein Gespräch zwischen Kunst, Recht und Zivilgesellschaft zu
Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken der Aufarbeitung

Symposium vom 29. September – 1. Oktober 2016
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, Berlin

Die Akademie der Künste und das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) laden mit der Konferenz „Gedächtnis und Gerechtigkeit“ vom 29. September bis zum 1. Oktober KünstlerInnen, JuristInnen und AktivistInnen aus der ganzen Welt nach Berlin ein, um sich mit Menschheitsverbrechen, Folter und Techniken zu deren Aufarbeitung auseinanderzusetzen.

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13.06.2016

MFH präsentiert Buch zum ersten Verfahren nach Völkerstrafgesetzbuch

Die MFH freut sich das Buch „Tatort Kongo – Prozess in Deutschland“ vorzustellen. Von 2011 bis 2015 beobachtete Bianca Schmolze für die MFH Bochum den ersten Prozess auf Basis des Völkerstrafgesetzbuches gegen Ignace Murwanashyaka und Straton Musoni, Anführer der ruandischen Hutu-Miliz FDLR, die im Osten der Demokratischen Republik Kongo für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verantwortlich ist. Im Rahmen unserer Menschenrechtsarbeit unter dem Motto „Gerechtigkeit heilt“ engagiert sich die MFH auch international für den Kampf gegen Straflosigkeit und für die Stärkung der Rechte von Überlebenden auf Wahrheit, Gerechtigkeit und integrale Entschädigung. Nach der Festnahme der beiden Angeklagten im November 2009 stand fest, dass die MFH diesen ersten Prozess universeller Rechtsprechung genauestens beobachten wird um die folgenden Fragen kritisch zu beleuchten: Welche Rolle spielen die Überlebenden und Angehörigen der Opfer in dem Verfahren? Kann Deutschland ein Ort sein, wo Überlebende Gerechtigkeit und eine Anerkennung ihres Leids erfahren?

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